Berufseinstieg

Der Übergang vom Studium in den Beruf ist eine wichtige Phase und erfordert viel Energie und Durchhaltevermögen. Es gibt viele Ratgeber und Tipps, aber keine unfehlbaren Rezepte. Jede Person muss sich selber positionieren, Schwerpunkte setzen und den eigenen Weg finden für den Übergang ins Berufsleben.

Vor dem Berufseinstieg stellen sich Fragen wie diese:

  • Über was für Qualifikationen verfüge ich eigentlich?
     
  • Auf welche Berufs- und Tätigkeitsfelder soll ich mich konzentrieren? Wofür bringe ich die besten Voraussetzungen mit bzw. welche Tätigkeiten werden mir überhaupt zusagen?
     
  • Wie gehe ich vor beim Bewerben? Bewerbe ich mich auf möglichst viele Stellenausschreibungen? Und wenn keine passenden Stellen ausgeschrieben sind, versuche ich es mit Spontanbewerbungen? Und dann das Bewerbungsprozedere: Wie läuft ein Assessment und worauf muss ich achten? Was gehört in ein Bewerbungsdossier und wie kann ich mich am besten "verkaufen"? Und womit muss ich bei Vorstellungsgesprächen rechnen?

Mit den folgenden Informationen möchten wir Sie beim Berufseinstieg unterstützen:

Während eines Studiums eignen Sie sich nicht nur fachliches Wissen, sondern auch fachübergreifende, persönliche Kompetenzen an. Sie werden bei Studienabschluss über ein hohes Mass an im Berufsleben relevanten Schlüsselkompetenzen verfügen. Das Wissen um persönliche Ressourcen ist nützlich, wenn Sie den Weg in den Beruf einschlagen.

Eine Selbsteinschätzung vorzunehmen und das eigene Kompetenzprofil zu kennen, hilft Ihnen speziell auch beim Bewerbungsprozess.

Es gibt mehrere Wege, um sich einen Überblick über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten nach Studienabschluss zu verschaffen. Einer davon ist das dreisprachige Online-Portal der Schweizerischen Berufsberatung, wo Sie ein grosses Kapitel zum Thema 'Hochschulstudium und Berufsmöglichkeiten' für alle Fachbereiche sowie auch die Links zu den jeweiligen Arbeitsmarktanalysen finden.

Eine weitere Möglichkeit, Berufs- und Tätigkeitsfelder kennenzulernen, besteht im Durchstöbern von Stellenbörsen und Lesen von Stellenangeboten. Dadurch gewinnen Sie einen Eindruck, welche Art von Stellen in Ihrem jeweiligen Fachgebiet bzw. bei Ihren präferierten Unternehmen ausgeschrieben werden. Sie bekommen eine Idee davon, welche Funktionen und Profile auf dem Arbeitsmarkt und speziell in Ihrem Fachgebiet aktuell gesucht sind. Weiter erfahren Sie, was dazugehörige Aufgaben sein können und welche Anforderungen an diese Funktion gestellt werden.

Sie können auch eine Art Interview führen mit jemanden, der/die denselben Studiengang absolviert hat wie Sie und bereits arbeitet. Oder wissen Sie von jemandem, der/die bei Ihrem Wunscharbeitgeber arbeitet? Dann ist auch dies eine gute Möglichkeit, mehr über Ihr Berufsfeld und die jeweiligen Tätigkeiten zu erfahren. Vielleicht kann Ihnen Ihre Kontaktperson ja sogar zu weiteren Kontakten verhelfen, mit denen Sie ein solches sogenanntes informelles Interview führen und die Ihnen für Ihre Stellensuche nützlich sein können.

Um eine Stelle zu finden, nutzen Sie am besten verschiedene Kanäle. Konsultieren Sie regelmässig verschiedene Stellenplattformen: allgemeine Jobsuchmaschinen, branchenspezifische Plattformen, Fachzeitschriften sowie die Webseiten der Wunscharbeitgeber. Nutzen Sie parallel dazu auch die verschiedenen Social Media-Formen sowie die Möglichkeit eines informellen Interviews und nehmen Sie sich Zeit für den Aufbau und die Pflege Ihres persönlichen Netzwerkes.

 

Sie haben ein interessantes Stelleninserat gefunden? Im nächsten Schritt erstellen Sie nun Ihre Bewerbungsunterlagen oder passen diese auf das aktuelle Inserat an. Das Bewerbungsdossier ist Ihre Visitenkarte und hinterlässt einen wichtigen ersten Eindruck. Nehmen Sie sich deshalb Zeit für die Gestaltung Ihrer persönlichen Bewerbungsunterlagen!

In Bewerbungsratgebern steht häufig, dass die Bewerbungsunterlagen überdurchschnittlich und überragend positiv auffallend sein sollen. Für Sie als Studienabgängerin oder Studienabgänger kann dies jedoch schwierig sein und Druck erzeugen, wenn Sie eventuell noch nicht über viele Berufs- und Arbeitserfahrungen verfügen. Mit unseren Tipps möchten wir Ihnen diesen Druck nehmen und Sie ermuntern und dabei unterstützen, Ihre fachlichen und fachübergreifenden Kompetenzen und Erfahrungen so gut als möglich sichtbar zu machen.

Je nach Branche und Unternehmen werden verschiedene Selektionsverfahren und -instrumente eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte Verfahren ist das Vorstellungs- bzw. Bewerbungsgespräch.

  • Wie können Sie sich am besten darauf vorbereiten?
  • Worauf kommt es im Vorstellungsgespräch selber an?
  • Wie können Sie die Nachbereitungsphase gut nutzen, um auf weitere Gespräche mit diesem Arbeitgeber oder für eine neue Stellenbewerbung vorbereitet zu sein?

 

Die Career Service der Uni Bern und die Beratungsstelle der Berner Hochschulen unterstützen Sie beim Berufseinstieg:

Career Service

Der Career Service bietet Informationen an

  • zu Praktika und Trainee-Programmen,
  • zum Direkteinstieg,
  • zu weiteren Themenbereichen im Übergang vom Studium in den Beruf.

Er organisiert auch verschiedene Veranstaltungen zu Kontakten zwischen Uni und Berufswelt.

Beratungsstelle der Berner Hochschulen

Die Beratungsstelle der Berner Hochschulen bietet Informationen und Beratungen an,

  • wie Sie Ihr eigenes Kompetenzprofil zusammenstellen können,
  • wie Sie sich einen Überblick über verschiedene Berufsfelder verschaffen können, die Ihnen nach Studienabschluss offenstehen,
  • wie Sie bei der Stellensuche vorgehen können und
  • worauf es beim Zusammenstellen Ihrer Bewerbungsunterlagen und bei einem Vorstellungsgespräch ankommt.