Studienführer Universität Bern

Grobkonzept, Betreuung

Es gilt nun, Ihr Thema zu suchen bzw. einzugrenzen und einen Doktorvater/eine Doktormutter für Ihr Projekt zu gewinnen. Danach folgt die Immatrikulation als DoktorandIn an der entsprechenden Universität.

Themensuche und Erstellen eines Grobkonzepts

Der Entscheid für das Schreiben einer Dissertation ist meist mit dem Interesse an einem bestimmten Fachgebiet verknüpft. Es gilt nun, dieses Thema zu konkretisieren, einzugrenzen und schliesslich ein Grobkonzept zu erstellen, damit Sie bei der Suche einer Betreuungsperson argumentieren können.

Suche des Doktorvaters/der Doktormutter

Wenn Sie in ein Forschungsprojekt eingebunden sind oder eine Assistenzstelle an einem Lehrstuhl innehaben, ist Ihr Arbeitgeber meist auch Ihr Doktorvater. Damit entfällt für Sie die Suche nach einer geeigneten Betreuungsperson.

Andernfalls müssen Sie aktiv einen Professor/eine Professorin suchen, der/die bereit ist, die Betreuung Ihrer Dissertation zu übernehmen.

Bei der Wahl des Erstbetreuers (Doktorvaters) bzw. der Erstbetreuerin (Doktormutter) besteht ein grosser individueller Spielraum. Es geht darum, eine Person zu finden, die an Ihrem Dissertationsthema Interesse hat und aufgrund eigener Forschungstätigkeit auch fachliche Impulse geben kann. Der Erstbetreuer/die Erstbetreuerin muss Mitglied der Fakultät sein, in der Sie promovieren möchten, und ist meistens ein Professor/eine Professorin, manchmal sind aber auch Privatdozierende (PDs) zur Leitung einer Dissertation zugelassen. Diese müssen nicht mit der Universität verbunden sein, an welcher Sie Ihren Studienabschluss gemacht haben, sondern können an anderen in- oder auch ausländischen Universitäten tätig sein.

Neben einem Doktorvater/einer Doktormutter braucht es auch einen Ko-Referenten bzw. eine Ko-Referentin. Als Ko-ReferentInnen können Mitglieder anderer Universitäten oder aus der Berufspraxis angefragt werden; sie müssen allerdings habilitiert sein. Ko-ReferentInnen müssen nicht gleich zu Beginn des Doktoratstudiums feststehen; sie können auch erst angefragt werden, wenn die Arbeit fortgeschritten ist und der Termin des Abschlusses geplant werden kann.

Die Art der Dissertationsbetreuung ist nicht gesamtuniversitär reglementiert. Sie wird je nach Betreuungsperson unterschiedlich gehandhabt und ist mit dieser zu besprechen bzw. zu verhandeln. Vor dem Entscheid für eine bestimmte Betreuungsperson ist es deshalb wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu klären:

  • Wie sieht für mich die ideale Betreuung aus?
  • Arbeite ich gerne selbständig oder brauche ich regelmässige Standortbestimmungen, damit ich motiviert schreiben kann?
  • Wie wichtig ist es mir, mit den anderen DoktorandInnen im Gespräch zu sein?
  • Wünsche ich mir institutionalisierte Austauschmöglichkeiten wie Seminare, Fachkolloquien?

Wenn Sie diese Fragen für sich reflektiert und ev. mit anderen Studierenden diskutiert haben, sind Sie soweit, mit dem Professsor/der Professorin Ihrer Wahl einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Bei der Suche des/der ErstbetreuerIn müssen Sie selbst die Initiative ergreifen. Die meisten LehrstuhlinhaberInnen sind interessiert daran, eine Gruppe von DoktorandInnen zu betreuen; Sie stossen also in der Regel auf offene Ohren!